Grün mit Wirkung

RegioFlora im Siedlungsraum

Mit dem Projekt Grün mit Wirkung widmet sich RegioFlora seit 2026 nun auch dem Siedlungsgrün. Im Rahmen der Massnahme 15 Siedlungen für Mensch und Natur des Aktionsplans zur Umsetzung der Strategie Biodiversität Schweiz hat RegioFlora den Auftrag, gemeinsam mit der Grünen Branche national geltende Anforderungskriterien an Pflanzenmaterial für den Siedlungsraum zu erarbeiten. Die Auswahl des passenden Pflanzenmaterials soll damit vereinfacht und so die Entstehung von biodiversen, resilienten und funktionsreichen Flächen unterstützt werden.

Umsetzung des Projekts

Der Siedlungsraum und seine Begrünungen sind vielfältig. Um eine möglichst grosse Bandbreite dessen abzudecken, erarbeiten wir die Anforderungen an Pflanzenmaterial auf zwei Stufen: Mindestanforderungen für resilientes Siedlungsgrün und Zusatzanforderungen für regionale Biodiversität. Die Mindestanforderungen resilientes Siedlungsgrün gelten als Grundlage im gesamten urbanen Raum und setzen den Fokus auf eine ressourceneffiziente Bereitstellung von diversen Funktionen, die das menschliche Wohlbefinden im Siedlungsraum fördern (Kühlung, Luftqualität, Ästhetik etc.). Das verwendete Pflanzenmaterial muss Grundanforderungen erfüllen, um langfristig und ressourcenschonend zu wachsen und resilient gegenüber Klimaänderungen zu sein. Beispielsweise sollen Pflanzungen genetisch, strukturell und auf Artebene vielfältig sein.

Ergänzend gelten auf Flächen, die primär der Förderung der Biodiversität gewidmet sind, die Zusatzanforderungen regionale Biodiversität. Sie orientieren sich stark an den RegioFlora-Grundsätzen und entsprechen unseren Empfehlungen für naturnahe Begrünungen. Ein Beispiel dafür ist die Verwendung von standortheimischen Wildpflanzen regionaler Herkunft. Diese Zusatzanforderungen sollen als Bedingung für Flächen des ökologischen Ausgleichs und für Renaturierungen gelten.

So geht's weiter

Das Endprodukt von "Grün mit Wirkung" soll sowohl aus einem Merkblatt bestehen, welches die Anforderungen beider Stufen "resilientes Siedlungsgrün" und "regionale Biodiversität" darlegt, als auch einer Entscheidungshilfe, wann welche Stufe - oder eine Kombination der beiden - angewendet werden soll.

Gemeinsam mit den "Grün mit Wirkung"-Arbeitsgruppen wird zurzeit ein Umsetzungsvorschlag 2.0 erarbeitet.
Gerne halten wir Sie über den Fortschritt hier auf dem Laufenden!